Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein

Aufbauseminar zur Geschichte der Neuzeit/Regionalgeschichtliche Übung: Befruchtung und Konkurrenz: Regionalhistorische Zeitschriften und universitäre Landesgeschichte am Beispiel Schleswig-Holsteins, Mecklenburgs und Pommerns

Inhalt

Für die Erforschung landes- und regionalhistorischer Zusammenhänge ist in Forschung und Lehre die Heranziehung regionalhistorischer Zeitschriften ein unerlässliches Mittel. Hierin finden sich grundlegende Forschungen und viele Detailstudien, die unser oft lückenhaftes Wissen bereichern und korrigieren helfen. Nicht zuletzt sind an den Veröffentlichungen und auch Rezensionen in diesen Publikationsorganen Tendenzen der universitären Forschung in bester Weise ablesbar. Allerdings erschließen sich bereits auf den ersten Blick saisonale Unterschiede in der Beziehungsdichte zwischen universitären Lehrstühlen und regionalhistorischen Zeitschriften, was natürlich auch an den agierenden Personen lag und liegt. Ein genauerer Blick auf die Verhältnisse eröffnet einen nicht unwesentlichen, aber bisher sträflich vernachlässigten Zugang zur Forschungsgenese in der Landes- und Regionalgeschichte, welcher allzu oft konservatives bis rückständiges Forschen vorgeworfen wird. In der Veranstaltung wollen wir in diesem Kontext einmal die regionalhistorischen Veröffentlichungsreihen in Mecklenburg, Pommern und Schleswig-Holstein im 19. und 20. Jh. näher in den Blick nehmen und fragen, ob und wie sich darin die universitäre Landes- und Regionalgeschichtsforschung in ihrer Arbeit und ihrem Anspruch wiederfindet. Die Befunde können zur Antwortfindung beitragen, ob der oben angesprochene Vorwurf einer etwaigen Rückständigkeit zutreffend ist oder nicht. Die Bereitschaft zur Übernahme eines gegebenenfalls zu verschriftlichenden Referats wird von jedem Teilnehmer und jeder Teilnehmerin erwartet. Intensive Text- und Lesearbeit ist die Bedingung für ein reibungsloses Funktionieren der Seminararbeit. Für Saisonarbeiter/innen, die ihr Referat üblicher Weise in einer Frist von (unter) einer Woche erarbeiten, ist in dem Seminar von vornherein kein Platz, was ich bei der Anmeldung zu beherzigen bitte.

Termine