Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein

Aufbauseminar zur Geschichte der Neuzeit / Regionalgeschichtliche Übung: Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Nationalsozialismus

Inhalt

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel feiert im Jahr 2015 ihr 350jähriges Jubiläum. Im Hinblick darauf soll in der Veranstaltung untersucht werden, welche Rolle die Kieler Hochschule in den Jahren zwischen 1933 und 1945 einnahm. Das Selbstverständnis der Landesuniversität und das Handeln der verantwortlichen Kräfte in der Hochschulleitung stellen dabei den Untersuchungsschwerpunkt des Seminars dar: Wie gestaltete sich die Gleichschaltung der Universität? Gab es Proteste oder Widerstand gegen die Einführung des „Führerprinzips“? Welche Bedeutung kam dem Schlagwort „Kiel als Grenzlanduniversität“ zu? Unter welchen Bedingungen wurden die politische und rassistische Vertreibung des akademischen Lehrpersonals sowie die Ausgrenzung von Studierenden betrieben? Diesen Fragen und ähnlichen mehr soll in der Veranstaltung auf den Grund gegangen werden, wobei eine grundsätzliche Lektürefreudigkeit und die Bereitschaft zur aktiven Diskussion im Seminar sowie zur Übernahme eines Literaturreferats Voraussetzung für den Erwerb eines Leistungsnachweises und die erfolgreiche Teilnahme an der Veranstaltung darstellen.

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Termine

Literatur

Oliver Auge, Martin Göllnitz: Die Christian-Albrechts-Universität und ihre Geschichtsschreibung, in: Christiana Albertina 78 (2014), S. 38-58. Christoph Cornelißen, Carsten Mish (Hrsg.): Wissenschaft an der Grenze. Die Universität Kiel im Nationalsozialismus (Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte 86; zeit + geschichte 14), 2. Aufl., Essen 2010. Hans-Werner Prahl (Hrsg.): Uni-Formierung des Geistes. Universität Kiel im Nationalsozialismus (Veröffentlichungen des Beirats für Geschichte der Arbeiterbewegung und Demokratie in Schleswig-Holstein 16), Brodersdorf 1995.