Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein

Proseminar zur Geschichte der Neuzeit: Telegramm, Telefon, Twitter - schleswig-holsteinische Quellen im 20. Jahrhundert (Kurs B)

Inhalt

Im 20. Jahrhundert erlebte Schleswig-Holstein in rascher Abholge sechs unterschiedliche politische Systeme: das wilhelminische Kaiserreich (1871 bis 1918), die Weimarer Republik (1919 bis 1933), die autoritären Präsidialkabinette (1930 bis 1933), das nationalsozialistische Regime (1933 bis 1945), die Besatzungszeit Deutschlands durch die Alliierten (1945 bis 1949) und die Bungesrepublik Deutschland. Zwei, alle bisher gekannte Dimensionen der Kriegsführung sprengende Weltkriege prägten den Zeitraum sowie die deutsche Gesellschaft zudem entscheidend. Mit der fortschreitenden Bürokratisierung und Modernisierung änderte sich sukzessive auch die Art und Zusammensetzung der Quellen; Kriege, Evakuierungen oder individuelle Motive führten zu deren Vernichtung. Nicht in jedem Fall stehen die Quellen des 20. Jahrunderts der aktuellen Geschichtswissenschaft zur Verfügung oder sind nur unter großem Aufwand zu erhalten bzw. zu rekonstruieren. Anhand ausgewählter schleswig-holsteinischer Quellen sollen die Quellenproblematik der Neuzeit aufgezeigt und Wege der historischen Forschung zur Erschließung ebendieser Quellen erarbeitet werden. Neben der aktiven Teilnahme am Unterrichtsgespräch und der Erledigung von Hausaufgaben wird die Übernahme eines kleinen Referates oder anderen äquivalenter Leistung erwartet. Zudem ist eine zehn- bis zwölfseitige Hausarbeit anzufertigen.

Dozent(en)

Termine

Literatur

Literatur zur Propädeutik (verbindlich): Rusinek, Bernd-A./Ackermann, Volker/Engelbrecht, Jörg (Hrsg.): Einführung in die Interpretation historischer Quellen. Schwerpunkt: Neuzeit, Paderborn u.a. 1992; Haber, Peter: Digital Past. Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter, München 2011.
Literatur zum Thema (verbindliche): Raphael, Lutz: Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme. Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart, München 2003.