Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein

Mittelalterliche Burgen im Kreis Herzogtum Lauenburg zwischen historischer Forschung, Archäologie und Denkmalpflege – Stand und Perspektiven

Der Kreis Herzogtum Lauenburg verfügt über eine ganze Reihe ehemaliger Burgen, die dem ortsansässigen Adel im Mittelalter als Wohnsitz und militärischer Rückzugsort dienten und den Städten Lübeck und Hamburg oft genug ein Dorn im Auge gewesen sind. Die Burgen und die auf ihnen lebenden Menschen haben der Geschichte des Herzogtums, das dem heutigen Landkreis seinen Namen gab, einen charakteristischen Stempel aufgedrückt. Umso erstaunlicher ist es, dass diese Burgen heute – mit wenigen Ausnahmen wie der Burg Linau - aus der öffentlichen Wahrnehmung nahezu ganz verschwunden sind. Dies stellt die Forschung und die Denkmalpflege vor große Herausforderungen für die Zukunft. Fachkundige Wissenschaftler präsentieren in kurzen, anschaulich bebilderten Vorträgen unseren Wissensstand und die mit der Burgenforschung verbundenen Perspektiven in wissenschaftlicher und touristischer Hinsicht. Am Nachmittag werden drei bis vier relevante Burgplätze vor Ort besichtigt.

Termin: 16. September 2017

Tagungsort: Stadthauptmannshof in Mölln

Veranstalter: Prof. Dr. Oliver Auge; Prof. Dr. Joachim Reichstein

Tagungsprogramm:

9.00-9.15 Uhr
Begrüßung

9.15-10.00 Uhr
Prof. Dr. Oliver Auge, Kiel
Burgen und Burgenforschung im Kreis Herzogtum Lauenburg

10.00 Uhr-10.45 Uhr
Frederic Zangel, Kiel
Lauenburgs Burgen, Hamburg und Lübeck: Eine ambivalente Beziehungsgeschichte

10.45-11.15 Uhr
Kaffeepause

11.15-12.00 Uhr
PD Dr. Felix Biermann, Göttingen
Archäologische Erkenntnisse zur Burgengeschichte im Kreis Herzogtum Lauenburg

12.00-12.45 Uhr
Dr. Ulf Ickerodt, Schleswig
Die Burgen im Kreis Herzogtum Lauenburg als Herausforderung für die Denkmalpflege

12.45-13.45 Uhr
Mittagspause

Ab 14 Uhr Prof. Dr. Joachim Reichstein, Fahrdorf
Exkursion zu ausgewählten Burgstellen im Kreis Herzogtum Lauenburg