Michael Roth, M.A.

wisschaftlicher Mitarbeiter

Leibnizstr. 8, Raum 124
Telefon: +49 (0)431 880 1637
Telefax: +49 (0)431 880-1524
mroth@histosem.uni-kiel.de

 

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

 

Wissenschaftlicher Werdegang

seit 2013
Assistent am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit am Historischen Seminar der Universität Heidelberg

seit 2011
Vorstandsmitglied im Freundeskreis des Historischen Seminars

2011–2013
M.A. Studium der Geschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

2011
Praktikum am Deutschen Historischen Institut in Rom

2010–2013
Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes

2009–2013
Rechercheaufenthalte in Paris

2008–2013
Studentische Hilfskraft im Exzellenzcluster „Asia and Europe in a Global Context” und Tutor am Historischen Seminar der Universität Heidelberg

2007–2010
B.A. Studium der Geschichte und Historischen Grundwissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

 

Dissertationsprojekt

Primum lapidem posuit. Grundsteinlegungen zu öffentlichen Gebäuden in der Frühen Neuzeit

Im heutigen Politikbetrieb gehören medienwirksam vollzogene Grundsteinlegungen für bedeutende Bauprojekte zum gängigen Handlungsrepertoire, um öffentlichkeitswirksam die Unterstützung der öffentlichen Hand zu demonstrieren. Diese Form des rituellen Baubeginns sind dabei kein Phänomen der letzten Jahrzehnte – Grundsteinlegungen zu öffentlichen Gebäuden durch hochrangige Amtsträger besitzen vielmehr eine äußerst lange Tradition, die sich in ihren Anfängen bis zu antiken Hochkulturen zurückverfolgen lässt, im Mittelalter entscheidende Impulse für die Ausbildung eines sakralen Ritus‘ erhielt und in der Neuzeit zu dem heute gebräuchlichen Ritual weiterentwickelt wurde. Fanden anfangs Grundsteinlegungen fast ausschließlich für Sakralbauten statt, erweiterte sich das Spektrum mit Beginn der Frühen Neuzeit, sodass nun auch der Baubeginn von Profangebäuden vermehrt feierlich begangen wurde. Durch die aktive Mitwirkung von zumeist hohen geistlichen oder weltlichen Würdenträgern an der Errichtung eines Gebäudes ließ sich die Bedeutung des Bauwerks für das gesamte Gemeinwesen als politischer oder sakraler Gemeinschaft besonders unterstreichen und in einzigartiger Weise herausheben. Gleichzeitig bot sich den grundsteinlegenden Bauherren die Möglichkeit, den teilnehmenden Akteuren sowie der zeitgenössischen und nachgeborenen Öffentlichkeit mittels symbolischer Kommunikation spezifische politische Botschaften zu übermitteln. Das Dissertationsvorhaben fragt daher nach der Ausbildung, Entwicklung und Ausgestaltung des frühneuzeitlichen Grundsteinlegungsrituals anhand öffentlicher Gebäude, sowie dessen politisch-herrschaftlichen Instrumentalisierung und Aussagefähigkeit.

Veröffentlichungen