Digital Humanities

Links zu Hilfsmitteln, Portalen, Datenbanken und Projekten

Zusammengestellt von Christian Hagen

 

Recherche

Recherchetutorium für das Fach Geschichte

https://lms.uni-kiel.de/url/RepositoryEntry/3279126531

Der Kieler OLAT-Kurs bietet zahlreiche Links und Anleitungsvideos zur Nutzung des UB-Katalogs, elektronischer Medien oder verschiedener Fachdatenbanken.

 

Regesta Imperii OPAC

www.regesta-imperii.de

Literaturdatenbank zum Mittelalter mit mehr als 2,3 Millionen verzeichneten Werken. Online verfügbare Ressourcen sind gegebenenfalls verlinkt.

 

Monumenta Germaniae Historica OPAC

http://www.mgh.de/bibliothek/opac/

Katalog der Spezialbibliothek zur mittelalterlichen Geschichte. Die Einträge verweisen häufig auf die betreffende, online verfügbare, Rezension im ‚Deutschen Archiv‘.

 

Datenbank-Infosystem (DBIS)

http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/fachliste.php?bib_id=ubk&lett=l&colors=&ocolors=

Katalog von Fachdatenbanken mit Zugriff auf die International Medieval Bibliography und das Lexikon des Mittelalters. Zugriff über das Uninetzwerk/VPN kostenlos.

 

Manuscripta Mediaevalia

www.manuscripta-mediaevalia.de

Katalog zu den Handschriftenbeständen überwiegend deutscher Bibliotheken.

 

Fragmentarium – Laboratory for Medieval Manuscript Fragments

www.fragmentarium.ms

Digitale Plattform zur Erforschung von Handschriftenfragmenten für Bibliotheken, Forschende und Studierende.

 

Informations- und Rezensionsportale

H-Soz-Kult: www.hsozkult.de

Informations- und Kommunikationsplattform mit Rezensionsteil, Ankündigungen und Berichten zu aktuellen Tagungen sowie Informationen zu Stelleanzeigen und Förderprogrammen.

 

Clio Online

https://www.clio-online.de/

Fachportal für Geschichtswissenschaften mit zahlreichen Links, Verzeichnissen und einer Suchmaschine für Online-Rezensionen.

 

Sehepunkte

http://www.sehepunkte.de/

Frei zugängliches Online-Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften.

 

 

Grundwissenschaften

Ad Fontes Lernumgebung

https://www.adfontes.uzh.ch/

Renommiertes Lernportal mit Einführungen zu deutscher und lateinischer Transkription, Numismatik und den Grundlagen von Quellenauswertungen mit zahlreichen digitalisierten Quellen aus Schweizer Archiven.

 

Digitale Schriftkunde

www.gda.bayern.de/DigitaleSchriftkunde/index.html

Lese- und Übungsaufgaben der Staatlichen Archive Bayerns mit digitalen Quellenbeispielen und ausführlichem Kommentar.

 

Paläographie online

www.palaeographie-online.de

Infoseite zu Grundlagen der Paläographie mit einem Überblick zu Schriftarten, Abkürzungen und einem Glossar.

 

Zeitrechnung Online (Grotefend)

http://bilder.manuscripta-mediaevalia.de/gaeste//grotefend/grotefend.htm

Online-Umsetzung des Grundlagenwerks zur historischen Zeitrechnung mit erleichterten Berechnungsfunktionen.

 

Heraldica Nova

https://heraldica.hypotheses.org/

Informationsportal und Blog zum Thema Wappenkunde mit Informationen zu Forschungsprojekten, Datenbanken und regelmäßig aktualisierter Publikationsliste.

 

Wörterbuchnetz

http://www.woerterbuchnetz.de

Online Portal für deutschsprachige Wörterbücher wie das Grimm’sche Deutsche Wörterbuch, das Mittelhochdeutsche Handwörterbuch, das Deutsche Rechtswörterbuch sowie zahlreiche mundartliche Wörterbücher.

 

 

Quellendatenbanken, Digitalisate und digitale Editionen

Die digitalen Monumenta Germaniae Historica

http://www.mgh.de/dmgh/

Stellt sämtliche Editionsbände der MGH retrodigitalisiert und im Open Access zur Verfügung. Neue Bände werden nach einer Schutzfrist von drei Jahren aufgenommen.

 

Deutsche Inschriften Online

www.inschriften.net

Projektseite zur Erforschung der Inschriften des deutschen Sprachraumes in Mittelalter und Früher Neuzeit. Beinhaltet eine Suchfunktion und in Teilen die Online-Fassungen der Publikationsreihe „Die Deutschen Inschriften“.

 

Handschriftencensus

www.handschriftencensus.de

Informationsportal des Mainzer Forschungsprojekts zur systematischen Bestandsaufnahme handschriftlicher Überlieferungen deutschsprachiger Texte des Mittelalters.

 

 

Medieval Ashkenaz

www.medieval-ashkenaz.org

Webseite des Projekts „Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich“, mit Recherchemöglichkeit zu Quellen und Literatur.

 

Corpus Vitrearum Medii Aevi

www.corpusvitrearum.de

Deutsche Seite für das gesamteuropäische Projekt zur Bestandserfassung mittelalterlicher Glasmalerei. Enthält ein Bildarchiv, ein Bibliographie und zahlreiche Publikationen des Projekts als Download.

 

Monasterium.net

www.monasterium.net

Portal für Urkunden aus Mittelalter und Früher Neuzeit. Das Virtuelle Urkundenarchiv enthält über 500.000 Digitalisate aus europäischen Archiven.

 

Die Chroniken der deutschen Städte

https://de.wikisource.org/wiki/Die_Chroniken_der_deutschen_St%C3%A4dte

Überblick über die Bände des 1968 abgeschlossenen Editionsunternehmens mit Links zu den Digitalisaten.

 

Index Librorum Civitatum

www.stadtbuecher.de

Datenbank und Informationsportal zur Stadtbuchforschung mit detaillierten Informationen zu Archivbeständen, Forschungsliteratur sowie Editionen. Das noch wachsende Verzeichnis enthält Einträge über ca. 129.000 Stadtbücher aus Deutschland für die Zeit vom 13. bis zum 18. Jahrhundert.

 

E-codices – Virtuelle Handschriftenbibliothek der Schweiz

www.e-codices.unifr.ch

Virtuelle Handschriftenbibliothek mit über 2000 digitalisierten frei einsehbaren Handschriften aus Schweizer Archiven und Bibliotheken.

 

Forschungsprojekte

READ Projekt Trankribus

https://readcoop.eu/transkribus/

Europäische Genossenschaft zahlreicher europäische Partner zur computergestützten Handschriftenerkennung, mit Verweis auf handschriftliche Texte, die bereits eingelesen und durchsuchbar gemacht wurden.

 

Germania Sacra

www.germania-sacra.de

Erschließung der Quellen der Kirche des Alten Reiches mit digitalem Personenregister und Klosterdatenbank.

 

Residenzstädte im Alten Reich (1300–1800)

https://adw-goe.de/forschung/forschungsprojekte-akademienprogramm/residenzstaedte/

Projektwebseite des Göttinger Akademieprojekts zur Erforschung von spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Residenzstädten mit Bibliographie und online verfügbaren Publikationen und digitalem Nachschlagewerk.

 

Cantus Network

https://gams.uni-graz.at/context:cantus

Projektseite zur Erforschung der Zeugnisse des christlichen mittelalterlichen Kultus in handschriftlicher Form mit digitalen Editionen.

 

Jahrrechnungen der Stadt Basel 1535 bis 1610 – digital

http://gams.uni-graz.at/context:srbas

Digitale Edition der Rechnungen für den Basler Stadthaushalt von 1535/36 bis 1610/11 mit unterschiedlichen Darstellungsformen sowie Such- und Rechenfunktionen.

 

Die Augsburger Baumeisterbücher

https://www.augsburger-baumeisterbuecher.de/

Digitale Edition der mittelalterlichen Stadtrechnungen von 1320 bis 1466.

 

 

Digitale Bibliotheken mit spezifischem Sammlungsschwerpunkt

Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte

http://www.digitalis.uni-koeln.de/

Sammlung retrodigitalisierte Texte des Seminars für Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte an der Universität Köln.

 

Hansischer Geschichtsverein

https://www.hansischergeschichtsverein.de/home

Bietet die Recherchemöglichkeit im Bestand der retrodigitalisierten (überwiegend vereinseigenen) Quellen und Forschungsliteratur.

 

 

Digitale Geisteswissenschaften

Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften

http://zfdg.de/

Homepage mit freiem Zugang zum jährlich erscheinenden Heft sowie den Sonderbänden.

 

Magazin für digitale Editionswissenschaften

https://www.mde.fau.de/

Offenes Forum zur Vorstellung von vorbildlichen Methoden und Vorgehensweisen für Online-Editionen mit freiem Zugang zu den Beiträgen.

 

DARIAH

https://de.dariah.eu/

Europäische Digitales Forschungsnetzwerk für die Geistes- und Kulturwissenschaften. Informationsportal zu digitalen Diensten, Methoden und Forschungsprojekten.

Vorankündigung Summerschool

Sommerschule „Digital History – Neue Werkzeuge für Quellenerschließung und Textanalyse“

Stand 15.3.2021

Veranstalter: Angela Huang (FGHO) und Gerald Schwedler (CAU)

Datum: 23.8.2021–27.8.2021

Ort: online

Über die Sommerschule

Geschichtsforschende kommen nicht umhin, sich aktiv den vielfältigen Möglichkeiten und Methoden zuzuwenden, die sich durch die rasante Entwicklung im Bereich der Digitalisierung und künstlicher Intelligenz bieten. Digital Humanities bzw. Digital History verändern historisches Arbeiten derzeit in vielfacher Weise, eröffnen neue Arbeitsweisen und Zugänge zu Quellen und verändern klassische Bereiche der Geschichtswissenschaft. Gerade im Bereich der Handschriftenerkennung und Modellierung großer Datenvolumina sind jüngst deutliche Fortschritte gemacht worden. Hierzu wird in Zusammenarbeit des Historischen Seminars der CAU Kiel und der Forschungsstelle für Geschichte der Hanse und des Ostseeraums (FGHO) eine praxisorientierte Sommerschule angeboten. Weitere Kooperationspartner sind die UB der Universität Kiel, die DH Lehrstühle der Universitäten Bielefeld und Bern, das Universitätsarchiv Greifswald und die READ-COOP-SCE.

Gerade die Arbeit an der Originalquelle, die zahlreiche Kompetenzen erfordert, verändert sich. Für die Texterschließung, einen traditionellen Arbeitsbereich von Historier:innen und Archivar:innen, stehen nun digitale Werkzeuge bereit. Die Arbeit damit ist für Studierende und Forscher:innen aber teilweise noch Neuland. Digitales Transkribieren bzw. erste Schritte bei der Textaufbereitung hin zur digitalen Edition sind Möglichkeiten der Digital History, die wir in einem ersten Schritt den Teilnehmer:innen zusammen mit Kolleg:innen der READ-COOP-SCE (Transkribus) näherbringen wollen.

Ein weiterer Themenblock befasst sich mit neuen Möglichkeiten der Textanalyse: Was kann man mit derart digital aufbereiteten Texten dann machen? Natural Language Processing (NLP) verspricht in Zukunft auch ein anderes Lesen historischer Texte zu ermöglichen. Diese derzeit in den Digital Humanities ausgeloteten Potentiale von Software für die geschichtswissenschaftliche Arbeit testen und diskutieren wir im Rahmen der Sommerschule in Kooperation mit der Universität Bielefeld und der Universität Bern.

 

Die Sommerschule findet vom 23.-27.8.2021 online statt. Insgesamt wird über die Dauer der Sommerschule der Forschungsprozess von Historiker:innen digital nachvollzogen: Von der Auswahl und Aufbereitung der Quelle über die hier automatisierte Transkription bis hin zur Analyse des Textes. Gearbeitet wird mit den kostenfreien Werkzeugen Transkribus und nopaque. Die Sommerschulen-Tage bestehen immer aus drei Blöcken: Vormittags wird in das Tagesthema eingeführt und Inhalte vermittelt. In ersten, vorbereiteten Übungen können Teilnehmer:innen sich ausprobieren. Nachmittags wird gearbeitet und angewendet: Gerne auch an mitgebrachtem Material sowie an Material, das die FGHO/das HS der CAU bereitstellt, kann ausprobiert werden, was vormittags gelernt wurde. Der dritte Block stellt laufende Projekte vor. Hier können die Herausforderungen, Vor- und Nachteile und Potentiale der digitalen Arbeit mit den Quellen an konkreten Fallbeispielen reflektiert und diskutiert werden.

 

Eingeladen sind Studierende, aber auch Historiker:innen jeder Qualifikationsstufe, vom BA bis zur Professur, Archivar:innen und weitere Interessierte. Die Sommerschule ist konzipiert für 30-40 Teilnehmer:innen. Eine Bewerbung für die Teilnahme erfordert einen kurzen Lebenslauf (max. 1 A4) und ein maximal einseitiges Motivationsschreiben, das auch zu bereits bestehenden Vorkenntnissen sowie persönlichen Erwartungen bzw. eigenen laufenden Projekten Stellung nehmen sollte. Sollte der Wunsch bestehen, ein eigenes Projekt auch vorzustellen, dann bitten wir, dies ebenfalls im Motivationsschreiben anzusprechen. Die Bewerbungen sind einzureichen bis Mittwoch 30. Juni 2021 an hilfskraefte-wiso@histosem.uni-kiel.de.  

Weitere Informationen können Sie erfragen über gschwedler@histosem.uni-kiel.de und alhuang@fgho.eu.

 

Vorläufiges Programm

Montag 23.8.2021: Digital Humanities heute.

9.00–12.30 Einführung in die Sommerschule

„Was bedeuten Digital Humanities und Digital History für die Geschichtswissenschaft heute? Was motiviert uns zur Sommerschule?“ (Gerald Schwedler/Angela Huang)

Vorstellungsrunde Referent:innen/ Teilnehmer:innen

„Digital History: Wie Geschichte nach dem digital turn funktioniert (oder zumindest funktionieren sollte)“ (Silke Schwandt/Tobias Hodel)

14.00–16.30 Hintergründe und Vorbereitung

„READ-COOP-SCE und Transkribus: Hintergrund, Projekte und Produkte“ (Andy Stauder)

Vorstellung eLearning im digital learning lab der Universitätsbibliothek Kiel (Andreas Christ)

Installieren von Tools und Anlegen von Profilen

17.00–18.00 Projektpräsentation

„Hanse.Quellen.Lesen!“/Tagfahrten by FGHO (Angela Huang/Ole Meiners)

 

Dienstag 24.8.2021

9.00–12.30 Einführung in die Arbeit mit Transkribus

Transkribus-Basics (Johanna Walcher/READ-COOP-SCE)

14.00–16.30 Anwendung (READ-COOP-SCE)

Basic Transkribus: Übungen für Einsteiger und Fortgeschrittene

17.00–18.00 Projektpräsentation

„Anwendungsfälle aus large scale projects in Archiven, Tips & Tools für die Praxis“ (Dirk Alvermann)

Ab 18.00 virtueller Apéro

 

Mittwoch 25.8.2021

9.00–12.30 Transkribus II

„Transkribus Vertiefung: Expert Client und HTR“ (Sebastian Colutto/READ-COOP-SCE)

14.00–16.30 Anwendung (READ-COOP-SCE || Schwedler: Kirchenbaurechnungen)

Üben am eigenen Material

17.00–18.00 Projektpräsentation

“Schweizer Bundesarchiv: Bundesratsprotokolle 1848-1903 – eine Digital History-Projekt“ (Tobias Hodel)

„Digitale Editionen in der Lehre. Studierendenprojekte zu XML/TEI am Historischen Seminar der CAU Kiel.“ (Swantje Piotrowski)

 

Donnerstag 26.8.2021

9.00–12.30 Einführung in die digitale Textanalyse

„Texte durchschaubar machen: automatische Textverarbeitung mit der Plattform nopaque“ (Silke Schwandt)

14.00–16.30 Anwendung (Tobias Hodel/Silke Schwandt || Angela Huang: Rezesse)

Übungen an vorbereitetem Material (FGHO)

17.00–18.00 Projektpräsentation

Lino Wehrheim (Regensburg) „More than a Feeling: Ein Projekt zur Erhebung historischer Sentiment Daten an der Berliner Börse“.

 

Freitag 27.8.2021

9.00–10.30

Eigene Projekte vorstellen

10:30-11:30

Betreutes Training: Das Gelernte an eigenen Beispielen anwenden

12.00–13.00

Teilnahmebestätigung „T&T-Führerschein“, Feedback-Runde und Verabschiedung