Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit

Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit


Die seit dem Sommersemester 2019 von Frau Prof. Dr. Richter besetzte Professur „Geschichte der Frühen Neuzeit“ setzt sich in Forschung und Lehre mit der historischen Rolle Europas in der Welt auseinander. Im Fokus stehen dabei die Kulturgeschichte des Politischen, globale Verflechtungen und ihre Aus- bzw. Rückwirkungen auf Wissens- und Sozialsysteme sowie Ökonomien in Europa. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die globale Ideengeschichte mit Forschungen zu Zeit und Zeitgeist.

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Neuigkeiten

(13. November 2022) [Veranstaltung]

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Vom 30. November bis zum 2. Dezember findet in Heidelberg das frühneuzeitliche Kolloquium von Prof. Dr. Susan Richter statt.
Das Plakat finden Sie hier im PDF-Format.

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  • Neuerscheinung: Richter, Susan (Hg.): Amo te solo. Briefe der Kurfürstin Elisabeth Augusta an den Herzog Clemens Franz in Bayern 1743–1770. Heidelberg 2021. (unter Mitarbeit von Michael Roth und Almuth Lindner)                                                                                                                          

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    Amo te solo! Dies gestand Kurfürstin Elisabeth Augusta (1721-1794) von der Pfalz 1743 wenige Wochen nach ihrer Hochzeit mit Carl Theodor ihrem Schwager, Clemens Franz in Bayern, dem Gatten ihrer jüngeren Schwester in einem Brief. Zum 300. Geburtstag der Kurfürstin in diesem Jahr wurden von Prof. Dr. Susan Richter (Kiel) und ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Michael Roth M.A. (Kiel) die privaten Briefe der Kurfürstin zwischen 1743 und 1770, die im Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher in München liegen, ediert und kommentiert.

    Es handelt sich um den Briefwechsel zweier Menschen, die sich 1741 begegneten und ineinander verliebten, ohne dass dieser Liebe verheirateter Fürsten über die pfalz-bayerischen Ländergrenzen hinweg irgendein gesellschaftliches Akzeptanzformat zur Verfügung stand, in dessen Regularien ihre emotionale und erotische Verbindung hätte einen Platz finden können. Die Briefe ermöglichten einen Rückzug und Rollenwechsel, der sich in sprachlichen Nischen und intimen Wortfeldern offenbart. So lernen wir anhand des Briefwechsels Elisabeth Augusta als bewusst formulierende Autorin und damit als semantisch zielgerichtet Agierende zwischen dem Höfischen und dem Intim-Privaten, nicht selten aber auch als beiden Feldern unsicher Ausgelieferte kennen, verstrickt in unterschiedliche Begegnungslogiken. Die Briefinhalte bedingten ein notwendiges Ausscheren aus der sozialen Kontrolle der Hofgesellschaft. Briefe boten dafür grundsätzlich kein gutes Medium, denn es zeigt sich in ihnen die beständige Angst der beiden vor der Kontrolle, unsicheren Wegen der Übermittlung sowie dem unkontrollierten Verlust ihrer Korrespondenz. Die Offenheit ihrer Gefühle, der Ausbruch erotischen Verlangens, sind für die Kurfürstin und Ehefrau wie für Clemens Franz als Ehemann und möglicher Erbe der bayerischen Kurwürde mehr als gefährlich. Die schriftliche Dokumentation des vollzogenen und erneut erhofften Übertretens des Verhaltenscodex besaß innerfamiliär zwischen den beiden Schwestern, Elisabeth Augusta und Maria Anna, aber auch zwischen den beiden Wittelsbacher Linien und Territorien explosives Konfliktpotential.

    Die Briefedition richtet sich so nicht nur an eine interessierte Öffentlichkeit, deren Interesse für die kurpfälzische und bayerische Landesgeschichte seit Jahrzehnten ungebrochen hoch ist, sondern auch an die internationale und immer stärker vernetzte kulturwissenschaftlich arbeitende Forschung, die durch die Online-und Printverfügbarkeit des Bestandes uneingeschränkt Zugang erhält.

     

 

Der Blick der Eule Der Blick der Eule2 Der Blick der Eule3

 

 

 

 

 

  • Exkursion vom 19.07.2021 bis 22.07.2021

    Unter der Leitung von Prof. Dr. Susan Richter und Michael Roth MA fand zwischen dem 19. und 22. Juli 2021 eine Exkursion zum Thema: „Reformation und Reform. Der deutsche Südwesten in konfessionellen und säkularen Umbruchsprozessen“ nach Heidelberg, Worms und Schwetzingen statt.

Heidelberg um 1620, Kupferstich von Matthäus Merian

 

 

Exkursion 1 Exkursion 3

Exkursion 4 Exkursion 2

 

 

  • Mitwirkung des Lehrstuhls an der Wormser Landesausstellung

    Ein Kiel-Heidelberger Team unter der Leitung von Prof. Dr. Susan Richter, (Oliver Plate, Michael Roth und Sebastian schütte) wirkten an der Vorbereitung der rheinland-pfälzischen Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ im Museum der Stadt Worms im Andreasstift mit, die am 2. Juli 2021 eröffnet wurde. In enger Zusammenarbeit mit dem Kurator der Ausstellung, Dr. Olaf Mückain, verfassten sie zahlreiche Ausstellungs- und Objekttexte in den frühneuzeitlichen Sektionen und ausgewählten zeitgenössischen Bereichen der Sonderschau. Außerdem konzipierten sie Medieninhalte wie die zentrale audiovisuelle Inszenierung zur Widerrufsverweigerung in der Andreaskirche, die interaktiven Karten zu Luther, Papst Leo X. sowie die Audiostationen zum Papsttum und Wilhelm I. von Oranien, zu den Gewissensbegriffen des jüdischen Aufklärers Moses Mendelssohn, zur Rolle des Gewissens bei Georg Büchner, Sophie Scholl und Nelson Mandela. Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. Dezember 2021.

    Informationen auch unter: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/landesausstellung-luther-worms-102.html

 

  • Tagung zum 300. Geburtstag der pfälzischen Kurfürstin Elisabeth Augusta im Schloß Schwetzingen:

    Auf der von Prof. Dr. Susan Richter und Wolfgang Schröck-Schmidt am 18. und 19. Juni 2021 im Jagdsaal des Schwetzinger Schlosses veranstalteten Tagung wurden anlässlich des 300. Geburtstages Kurfürstin Elisabeth Augustas neue historische, rechts- und kunsthistorische Perspektiven auf das Wirken der pfälzischen Landesherrin geworfen. Susan Richter untersuchte am Beispiel des Todes des pfälzischen Erbprinzen kurz nach der Geburt 1761 vergemeinschaftende Verflechtungen zwischen den Untertanen aller von Carl Theodor in Personalunion regierten Länder und der Dynastie der Wittelsbacher im protonationalen Kontext und ging der Frage nach, welche Rolle die Dynastie beim Entstehen einer politischen Nation einnehmen kann.  Oliver Plate betrachtete in seinem Vortrag den Einfluss der Kurfürstin auf die Comédie française am kurpfälzischen Hof sowie ihre späte Wertschätzung des Mannheimer Nationaltheaters. Michael Roth fragte in seinem Vortrag nach der Rolle Elisabeth Augustas als Bauhandwerkerin und beleuchtete anlässlich der eigenhändigen Grundsteinlegung der Kurfürstin für die Oggersheimer Loretokapelle das symbolisch-performative Potential der Gründung.

    Ein reich illustrierter Band mit allen Vorträgen der Tagung ist bereits erschienen: Susan Richter/Wolfgang Schröck-Schmidt (Hrsg.): „Wir seynd dahier mitten in gröster Gala begriffen…“. Zum 300. Geburtstag von Kurfürstin Elisabeth Augusta von der Pfalz (1721-1794), Altlußheim 2021.

 

Tagungsband  Plakat Susan Richter

S Richter 2 S Richter1

Michael Roth Oliver Plate

Saal Tagungsmappen

Engel Park

 

  • An dieser Stelle freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die im Januar geplante Tagung zum 300. Geburtstag der Kurfürstin Elisabeth Augusta von der Pfalz tatsächlich am 18. und 19. Juni im Mozartsaal, Schloss Schwetzingen stattfinden wird.
Tagung Elisabeth Augusta von der Pfalz
Tagung Kurfürstin Elisabeth Augusta von der Pfalz
  • Die für Januar (15./16. Januar 2021) geplante Tagung zum 300. Geburtstag der Kurfürstin Elisabeth Augusta von der Pfalz ist Corona-bedingt auf den 18./19. Juni 2021 verschoben worden.  (siehe auch unter "Bevorstehende Veranstaltungen")

 

  • 2020/2021 Inhaltliche-didaktische Unterstützunjg und Mitwirkung an der Rheinlan-Pfälzischen Landesausstellung in Worms zum Thema "Hier stehe ich. Gewissen und Protest - 1521 bis 2021" (Eröffnung wegen Corona verschoben auf den 03. Juli 2021)

 

  • Eine herzliche Gratulation dem Heidelberger Doktoranden von Frau Prof. Dr. S. Richter, Herrn Steve Bahn, zum Preis für digitale Lehre. Artikel aus UNISPIEGEL Universität Heidelberg, Sonderausgabe 2020. Preis für digitale Lehre / Steve Bahn

 

 

 

Bevorstehende Veranstaltungen:

 

  • Coronabedingt verschoben auf den 18./19. Juni 2021 !

  • 15./16. Januar 2021 Veranstaltung der Tagung zum 300. Geburtstag der Kurfürstin Elisabeth Augusta von der Pfalz

 

 

 

Vergangene Veranstaltungen:

 

  • Vom 06. - 07. Februar 2020 nahmen Prof. Dr. Richter und Herr Roth am   Internationalen Symposion: Königskinder. Lebenswege und Handlungsspielräume einer Dynastie im Europa des 17. Jhds. teil.
  • Prof. Dr. Richter hielt hier einen Vortrag mit dem Titel: "Die Geächteten von Hague. Rechtshistorische und theoretische Zugänge zur Exklusion eines Monarchen aus der Scoété des princes"
    Herr Roth hielt einen Vortrag zum Thema: "Der Kampf um das Erbe. Kurfurst Karl Ludwig als Familienoberhaupt"
  • Am 28.Januar 2020 gab es den spannenden Gastvortrag am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit und ZAAS von Sigrid Gensichen zum Thema "Architektur der christlichen Missionen in Südindien im 18. und 19. Jahrhundert: Tamil Nadu und Kerala" .
  • Vom 05. - 07. Dezember 2019 fand zum zweiten Mal das Kiel-Heidelberger Forschungskolloquium statt. Diesmal in ländlicher Idylle im Otto-Bagge-Haus in Sehlendorf. Die Exkursion führte uns ins winterliche Lübeck. Link zum  Poster und Programm
    Gruppenbild
  • Vom 14.-15.11.2019 fand die von der Fritz-Thyssen-Stiftung finanzierte Auftakttagung zu einem trinationalen Editions- und Digitalisierungsprojekt mit VertreterInnen der Russischen Nationalbibliothek St. Petersburg und der BnF Paris am Deutschen Historischen Institut (DHI) Paris statt. Leitung und Organisation: Prof. Dr. Susan Richter und Michael Roth. Links zum  Flyer und Poster.
  • Speech Group pictureMichael RothTagung

 

  • Ende Oktober 2019 waren Prof. Dr. Susan Richter und Michael Roth Gäste an der an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der 1953 gegründeten Beijing Sports University. Die Begrüßung erfolgte durch die Dekanin.
    Dort hielt Prof. Dr. Susan Richter einen Vortrag zum Thema „Transculturality – A Heidelberg/Kiel Perspective“


    BegrüßungRichterProf. Richter im VortragRichter und RothZuhörer*innen

  • Doppelvortrag mit sich ergänzenden Themen von Susan Richter und Michael Roth Ende Oktober 2019 an der Beijing Sports University zum Thema „Grundsteinlegungen in Europa und Asien aus transkultureller Perspektive“. Im Anschluss fand ein Vernetzungsgespräch mit der Dekanin für einen geplanten Austausch mit Studierenden zwischen der BSU und der CAU sowie ein Abendessen statt.

    ProdekaninRichterDoppelvortragRothRothAbendessenAbendessen2
     

  • Prof. Dr. Susan Richter und Michael Roth waren Anfang November 2019 Gäste der Central Academy of Fine Arts (CAFA) in Beijing und Redner auf der Konferenz „Chinese Art in the Global Context from the 15th tot he 18th Century“.

    GruppenfotoVortragCAFA ConferenceCAFA ConferenceCAFA ConferenceCAFA Conference
     

  • Am 10. Oktober 2019 hielt Prof. Dr. Susan Richter am  DHI Moskau 18 Uhr einen Vortrag zum Thema
    "... und Ekaterina nach seinem Tode als einzige Regiererin zu erkennen." Die Dyarchie als mögliche dynastische Strategie unter Zar Peter I. im Rahmen des Kolloquiums Mittelalter/Frühe Neuzeit, Kolloquium 18.-19. Jahrhundert-Forschung. Der Vortrag beruht auf ihren Forschungen zum Co-Regnum.


    Prof. Richter und Dr. Dahlke, Direktorin am DHI MoskauProf. Richter während de Vortrags am DHI Moskau
     

  • Zwischen dem 3. und 5. Juli 2019 fand das  1. Kiel-Heidelberger Forschungskolloquium zur Frühen Neuzeit an der CAU in Kiel statt. Nach spannenden Vorträgen und intensiven Diskussionen zu den Dissertationsprojekten und Abschlussarbeiten (sh.  Programm) standen ein Lehrstuhl-Retreat mit einem Segeltörn auf der historischen Ethel von Brixam durch die Förde und eine Exkursion zum Gottdorfer Globus mit unseren Gästen an.


    Ausflug nach GottdorfDie Kieler Frühe Neuzeit mit einer neuen SteuerfrauSegeltörnSegeltörn2Steuerruderübergabe in der Frühen Neuzeit Olaf Mörke und Susan RichterStrand EckernfördeStrandspaziergang

  • 09.05.2019
    Vortrag von Prof. Dr. Susan Richter (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel): "Grusel und Revolution. Pfälzische Reisende in Pariser Katakomben während der Revolutionsjahre" im Rahmen der Vortragsreihe "Ziemlich gute Freunde. Mit Schwert, Charme und Esprit: Frankreich und der deutsche Südwesten" im Schloss Heidelberg

 

 

Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit

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Daß aber diesem Geschlechte nicht nur die Kunst über die Herzen zu gebiethen eigen sey, sondern auch,daß das selbe ein Recht zur Gelahrheit habe, folgsam demselben der Weg zu den Wissenschaften nicht verleget sey, ist ein Satz: welcher durch eine gesunde Vernunft und viele Beweisthümer bestättiget wird. Denn solange die gütige Hand der Natur nicht ermüdet auch dem weiblichen Geschlechte dazu hinlängliche Gaben auszutheilen, und die Vorsehung des Himmels nicht aufhöret, demselben günstige Umstände zur Erziehung in allen Theilen der Gelehrsamkeit zu schenken, so lange wird es eine unwiderlegliche Wahrheit bleiben, daß ein mit diesen Vortheilen beglücktes Frauenzimmer nicht unbescheiden handlet, wenn es sich in dem offnen Felde der Gelahrheit umsiehet, und zumal den schönen Wissenschaften ergiebet. Dadurch werden die Vorzüge, welche die Gesetze dem weiblichen Geschlechte gegeben, um ein grösseres erhoben, und in einen viel helleren Glanz gesetzet.

 

Finauer, Peter Paul: Allgemeines historisches Verzeichniß gelehrter Frauenzimmer, München1761, Vorrede, Geschrieben den 16ten des Brachmonats 1761, o.pag.

 


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Fördern - Feiern - Verbote

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Heidelberg Kolloquium

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