Mona Rudolph

Promotionstipendiatin

R. 120
Telefon: +49 431 880-1842
rudolph@histosem.uni-kiel.de

Sprechstunde: nach Vereinbarung 

Lebenslauf

2019: Archivaufenthalte in Washington D.C. und New York (USA)

Seit 2018: Promotionsstipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung 

2018: DAAD-Stipendiatin für Archivaufenthalte in den Nationalarchiven Windhoek (Namibia), Pretoria und Kapstadt (Südafrika)  

2018: Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

2018: Mitarbeiterin an der Professur für Geschichte der Neuzeit am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

2017: Beginn des Promotionsvorhabens „Von Lüderitzbucht bis Berlin und darüber hinaus: Eine Globalisierungsgeschichte der Diamanten aus dem kolonialen Namibia, 1908-1928“ am Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

2013-2017: Fortsetzung des Studiums der Anglistik/Amerikanistik und der Geschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Abschluss: M.A.)

2012-2013: Auslandsstudium der Fächer Philosophie und Afrikanische Geschichte an der Universität Kapstadt in Südafrika

2009-2012: Studium der Fächer Anglistik/Amerikanistik und Geschichte an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg

Forschungsschwerpunkte

  • Globalgeschichte (des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts) 
  • Kolonialgeschichte 
  • Commodity Histories  

Promotionsprojekt

Von Lüderitzbucht nach Berlin und darüber hinaus: Eine Globalisierungsgeschichte der Diamanten aus dem kolonialen Namibia, 1908-1931

Ein Jahr nach der zufälligen Entdeckung reicher Diamantenvorkommen in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika erfolgten der Abbau, die Verarbeitung sowie der Verkauf der Diamanten entlang einer etablierten Warenkette: Von Lüderitzbucht wurden die Edelsteine über Hamburg nach Berlin transportiert, dort sortiert und vorrangig an Schleifereien in das belgische Antwerpen weiterverkauft. Zwischenhändler aus London, Amsterdam, Paris, Genf und New York kauften die nunmehr belgische Ware auf und veräußerten sie an Juweliere, welche die Diamanten als prachtvolle Schmuckstücke an die Verbraucher weiterverkauften. Dieser Warenkette widmet sich das Dissertationsprojekt und untersucht den Weg der im kolonialen Namibia gewonnenen Diamanten von der Förderstätte bis zum Konsumenten über einen 23-jährigen Zeitraum hinweg. Die zahlreichen Etappen, welche die Diamanten von der ersten Produktionsstätte über verschiedene Zwischenhändler bis hin zum Verkauf an den Endverbraucher genommen haben, sollen rekonstruiert werden und zugleich soll der Wandel analysiert werden, dem diese Warenkette unterlag. An den Schnittstellen von Global-, Kolonial- und Wirtschaftsgeschichte angesiedelt, zielt die Arbeit darauf ab, die Interessen und Handlungsmöglichkeiten der Hauptakteure – den eigentlichen Trägern der Warenkette – in den Blick zu nehmen und die zunehmenden Verdichtungen globaler Verflechtungen von Afrika über Europa bis nach Amerika aufzuzeigen. 

Publikationen

Rezensionen

Haschemi Yekani, Minu: Koloniale Arbeit. Rassismus, Migration und Herrschaft in Tansania (1885-1914). Frankfurt a.M. 2019, in H-Soz-Kult, 20.09.2019. 

Wierling, Dorothee: Mit Rohkaffee handeln. Hamburger Kaffeeimporteure im 20. Jahrhundert. Hamburg 2018, in: H-Soz-Kult, 04.04.2019. 

Vorträge

„Das Commodity Chain Narrativ - Potentiale und Fallstricke", Vortrag beim Kolloquium „Narrative der Globalgeschichte" am Historischen Kolleg in München, 16.-18.05.2019. 

„Indigener Handlungsspielraum innerhalb der kolonialen Rekrutierung im Ovambogebiet, 1908-1914", Vortrag aus laufendem Promotionsprojekt bei der zweiten Nachwuchstagung der GÜSG in der Frankenakademie, 28.- 30.03.2019.

Vorstellung des Promotionsprojekts bei der FES in Bonn, 12.-14.02.2019.

„Entflochten? Handelsinteraktionen der Berliner Diamanten-Regie vor und während des Ersten Weltkriegs im Vergleich“, Vortrag auf dem Nordlichter-Treffen. Workshop für Nachwuchswissenschaftler*innen der Zeitgeschichte, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 20.-21.04.2018.